Am späten Nachmittag des 11.April 2001 trafen, endlich einmal wieder
günstig für europäische Beobachter, zwei Plasmawolken von der
Sonne an der Erde ein. Diese Teilchenwolken waren 2 Tage zuvor bei heftigen
Ausbrüchen in der Nähe des Zentrums der Sonnenscheibe entstanden
und mit mehr als 1000km/s auf den Weg zur Erde geschleudert worden.
Die Teilchen die von diesen Störungen begünstigt in die obere Erdatmosphäre
eindringen konnten, lösten die schönsten Polarlichter seit April
2000 aus.
Alles begann mit einem typischen grünen Polarlichtbogen, der sich später
zu einem vollen Vorhang mit Strahlen entwickelte. Gleichzeitig zeigten sich
zahlreiche rote Strahlen und Bänder am Himmel. Den Höhepunkt dieses
Ereignisses bildete aber eine sehr schön sichtbare Corona, die zwar nicht
vollständig war, aber mit bis zu sieben Strahlen sehr majestätisch
im magnetischen Zenit schwebte.
Das ganze Schauspiel dauerte von 19:55 bis 00:30 UTC, wobei es zwischen 22:40
und 00:00 UTC eine ruhigere Phase gab.
Die Aurora Borealis trat in 2 Zyklen unterschiedlicher Intensität auf:
1. Phase: 19:55 - 22:40 UTC
2. Phase: 00:00 - 00:30 UTC
Es folgen die Bilder der beobachteten Polarlichter, die alle im äußersten Nordwesten Deutschlands entstanden sind. Standort 1 war nordwestlich von Venlo (51.63°Nord, 6.40°Ost). Standort 2 war bei Jackerath (51.03°Nord, 6.45°Ost).