Polarlicht am 21./22.Oktober 2001 /
Very bright lightshow of 2001 October 21/22

Am späten Nachmittag des 21.Oktobers 2001 erreichten die Schockfronten zweier coronaler Massenauswürfe die Erde. Ausgelöst wurden die beiden Massenauswürfe von starken Röntgenflares der X-Klasse am 19.Oktober. Die Sonnenwindgeschwindigkeit stieg nach der Ankunft der Plasmawolke schlagartig auf über 600km/s und ein langer geomagnetischer Sturm begann. Als Folge dieses Sturms konnten extrem helle Polarlichter bis nach Südfrankreich gesehen und fotografiert werden.
Leider war es in dieser Nacht im Norden und der Mitte Deutschlands überwiegend stark bewölkt, so dass die Aktivität fast ausschließlich in Süddeutschland zu sehen war.
Die Aurora zeigte sich zunächst am späten Abend als sehr helle rote Fläche mit einigen Strahlen.
In einer zweiten Phase nach Mitternacht konnte auch ich in Mainz in einigen Wolkenlücken das Spektakel beobachten. Die Wolkenränder glühten förmlich in tiefen Rot- und Orangetönen. Einige Lücken waren groß genug, dass auch Strahlen und Vorhänge sichtbar wurden
Die maximal Höhe dieser Erscheinung muss fast 90 Grad betragen haben.
Zwischen den beiden Phasen war bei klarem Himmel ein durchgehendes leichtes Glühen am Norhorizont zu erkennen.

Die Aurora Borealis trat bei diesem Ereignis in 2 Zyklen auf, wobei jeweils extrem helle rote Strahlen und Vorhänge in großer Ausdehnung sichtbar waren:
1. Phase: 20:15 - 21:40 UTC (von mir nur fotografisch durch dichte Wolken nachgewiesen)
2. Phase: 23:10 - 00:10 UTC

Aurora Watch des STD

Es folgen die Bilder der beobachteten Polarlichter. Die erste Aufnahme zeigt wie das extrem helle Polarlicht der 1. Phase selbst durch dichte Wolken in der Nähe von Neustadt/Weinstraße (49.35°Nord, 8.13°Ost) scheint. Die restlichen Bilder stammen von der 2. Phase und sind in Mainz-Bretzenheim (49.98°Nord, 8.23°Ost) entstanden.


Zurück zur Aurora 2001-Hauptseite.
Back to the Aurora 2001-mainpage.