Nachdem am Abend des 21.Oktobers 2001 die Schockfronten zweier coronaler
Massenauswürfe die Erde erreicht und bereits extrem helle Polarlichter
bis nach Südfrankreich gebracht hatten, konnten auch am 22.Oktober nochmals
Polarlichter gesehen werden. Dies war möglich weil sich während
des gesamten Tages das interplanetare Magnetfeld mit mäßiger Stärke
konstant in Südrichtung halten konnte. Hierdurch wurde die Magnetosphäre
der Erde permanent gestört und die Polarlichtaktivität auf hohem
Niveau gehalten
Die Aurora zeigte sich zunächst in der Dämmerung in Form einiger
Strahlen.
Kurz vor Mitternacht erfolgten dann aber zwei stärkere Ausbrüche,
wobei der erste und etwas schwächere sich durch Strahlen im Nordosten
und der zweite durch Vorhänge im Norwesten zeigte. Die maximal erreichte
Höhe der Erscheinung betrug etwa 60 Grad.
Zwischen diesen Substürmen war durchgehend ein leichtes Glühen des
Norhorizonts zu erkennen.
Die Aurora Borealis trat bei diesem Ereignis in 3 Zyklen auf, wobei jeweils
schöne rote Strahlen und Vorhänge auftraten:
1. Phase: 17:55 - 18:30 UTC
2. Phase: 21:15 - 21:30 UTC
3. Phase: 21:55 - 22:45 UTC
Es folgen die Bilder der beobachteten Polarlichter. Die Aufnahmen der 1. Phase sind in Mainz-Bretzenheim (49.98°Nord, 8.23°Ost), diejenigen der 2. und 3. Phase nördlich von Wiesbaden (50.16°Nord, 8.21°Ost) entstanden sind.