Am Abend des 01.Oktobers 2002 konnten wiedereinmal Polarlichter gesehen werden.
Dies war möglich weil nach einer Schockfront im Sonnenwind vom 29.September
das Erdmagnetfeld noch stark gestört war. Mit dem Beginn eines Hochgeschwindigkeitssonnenwindes
aus einem coronalen Loch wurde dann noch der letzten Ausschlag zum Polarlicht
bis nach Deutschland geben.
Leider lagen über dem Rhein-Main-Gebiet an diesem Abend wieder hohe Wolken,
die den Blick auf das Schauspiel doch stark einschränkten.
Die Aurora zeigte sich zunächst in Form eines hellen Glühens, das
mit digitalen Kameras bis in eine Höhe von 15 Grad nachgewiesen werden
konnte.
Im Laufe das Abends gab es dann aber zwei stärkere Ausbrüche bei denen
aus dem leuchtenden Bogen einige hellere Strahlen bis hin zum Vorhang hervorgingen.
Die maximal erreichte Höhe der Erscheinung betrug etwa 25 Grad.
Zwischen diesen Substürmen war weiterhin das leichte Glühen des Norhorizonts
zu erkennen.
Die Aurora Borealis trat bei diesem Ereignis in 2 Zyklen auf, wobei jeweils
schöne rote Strahlen und schwache Vorhänge auftraten:
1. Phase: 21:00 - 21:15 UTC
2. Phase: 21:35 - 21:50 UTC
Es folgen die Bilder der beobachteten Polarlichter. Die Aufnahmen sind nördlich von Wiesbaden (50.16°Nord, 8.21°Ost) entstanden sind.