Am frühen Abend des 07.September traf die Schockfront
eines coronalen Massenauswurfs, der am 05.September durch die Auflösung
einer Filamentes ausgelöst worden war, die Erde. Durch eine, für
die Entstehung von Polarlichtern notwendige, stark südliche Ausrichtung
des interplanetaren Magnetfeldes
wurde binnen Minuten ein starker
geomagnetischer Sturm ausgelöst. In der Spitze erreichte der Sturm
die Stärke G3 auf der Skala von 1 bis 5.
Obwohl die Schwankungen im Erdmagnetfeld extrem stark waren und sogar Werte
erreichten, wie sie beim hellen Polarlicht vom 11.April 2001 auftraten, waren
die Polarlichter in Deutschland eher schwach. Nur in Skandinavien konnten sehr
eindrucksvolle Aurora Erscheinungen beobachtet werden, die den ganzen Himmel
bedeckten und sogar Schatten warfen.
Auch im Osten der Vereinigten Staaten und Kanadas wurden rote und grüne
Polarlichter beobachtet.
Meine eigene Beobachtung beschränkte sich auf einen kleinen Bereich am
Nordwest-Horizont, der noch wolkenfrei erschien. Visuell war nur ein leicht
rötliches Glühen und teilweise einige Strahlen erkennbar. Dies konnte
fotografisch leider nicht eingefangen werden, da die Wolken doch dichter waren.
Die Polarlichter im der Nacht vom 07./08 September trat in 3 Wellen auf:
1. Phase: 19:15 - 20:30 UTC
2. Phase: 22:20 - 22:40 UTC (von mir nicht beobachtet)
3. Phase: 01:20 - 01:40 UTC (hellster Teilsturm, von mir nicht beobachtet)
Hier sind nun die Bilder, die alle in Mainz-Bretzenheim (49.98°Nord, 8.23°Ost) entstanden sind.