Die Magnetfelder von Sonnenfleckengruppen werden in verschiedene Klassen eingeteilt.
Diese Klassen sind Alpha, Beta, Gamma und Delta bzw. Kombinationen daraus.
Bei der komplexesten Struktur, der Klasse Delta besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit
für starke Röntgenausbrüche bis hin zur X-Klasse.
Erkennen kann man eine Fleckengruppe mit magnetischer Delta-Struktur zum Beispiel
im MDI
Magnetogramm.
Im MDI Magnetogramm erkennt man schwarze und weiße Bereiche. Diese stellen einwärts-
und auswärtsgerichtete Magnetfeldbereiche dar (dies entspricht in etwa einem
magnetischen Nord- bzw. Südpol). Wenn man sich zusätzlich das MDI
Weisslicht Bild ansiehst, so sieht man auch die Position der einzelnen Fleckengruppen.
Ein magnetisches Delta ist dann zu sehen, wenn bei einer Fleckengruppe die weißen
und schwarzen Felder "bunt" gemischt sind. Also wenn z.B. ein schwarzer zentraler
Bereich von einer weißen Fläche berührt wird und diese weiße Fläche
wird ihrerseits wiederum von einer schwarzen Fläche berührt. Liegen diese
Bereiche eng genug beisammen, d.h. innerhalb einer gemeinsamen Penumbra, dann
ist das Delta perfekt.
Leider kann man Delta-Konfigurationen auf den zugänglichen Aufnahmen nur im
Bereich der Sonnenmitte erkennen. Ganz am Rand sind die Messungen zu ungenau
und dort können auch die Profis ein Delta nicht zweifelsfrei sehen.