Die Satelliten in der geostationären Umlaufbahn liegen normalerweise
im Schutz des Erdmagnetfeldes. Tritt jetzt aber durch einen geomagnetischen
Sturm eine Störung des Erdmagnetfeldes ein, so können die geostationären
Satelliten durch die Magnetopause in den interplanetaren Raum eintreten. Hierdurch
sind sie dann nichtmehr durch das Erdmagnetfeld geschützt, sondern dem
Sonnenwind voll ausgesetzt. Das hat zwar nicht unbedingt schwerwiegenden Folgen,
ist aber für die Betreiber dennoch recht unangenehm. Einen Magnetopause-Durchgang
kann man sehr leicht im Magnetometer-Plot
der GOES Satelliten an einer senkrechten Linie erkennen.
Solch ein Durchgang weist eindeutig auf eine Wechselwirkung des interplanetaren
Magnetfeldes (IMF) mit dem Erdmagnetfeld hin. Das Erdfeld wird dann vom
Sonnenwind quasi eingedrückt und reicht einfach nichtmehr so weit in
den Raum wie im Normalfall.