Flares im Allgemeinen sind Röntgenausbrüche auf der Sonne. Wenn
man sich auf dem Röntgenfluss-Plot
des GOES-Satelliten einmal die Skala anschaut, wird man die Bereiche
A, B, C, M und X sehen. Das sind einfach wahllose Bezeichnungen der verschiedenen
Bereiche. Aber die Bereiche sind natürlich nicht wahllos, sondern verschiedene
Abschnitte auf der Y-Achse. Diese Achse gibt die gemessene Leistung der
Röntgenstrahlung in Watt pro Quadratmeter an. Aufgetragen ist das Ganze
logarithmisch, weshalb von A nach B ein Faktor von 10, sprich eine Größenordnung,
Unterschied besteht. Entsprechendes gilt für die anderen Bereiche auch.
Normalerweise liegt die Sonnenaktivität und damit auch die Röntgenausbrüche
im Bereich A und B. Das ist sozusagen der Untergrund. Bei komplexeren Sonnenflecken
entstehen schonmal C-Flares und wenn es ganz dick kommt auch M-Flares. Bei
extrem chaotischen Fleckengruppen gibt es dann die maximale Stufe, den X-Flare.
Das Maximum, das bisher aufgetreten ist, war ein X-30 Flare, der allerdings
den maximalen Bereich des damaligen Messgerätes überstiegen hat,
so dass man die Kurve nur noch extrapolieren konnte.
Übrigens kann man sich die Sonnenflecken, die für einen X-Flare
nötig sind, vorstellen wie einen Stabmagneten, den man zu einem Wollknäul
"zusammengelegt" hat. Das klingt zwar sehr dramatisch, aber irgentwo
muss die Energie für solche Flares ja herkommen.