Nach einer so eindrucksvollen Polarlicht-Nacht wollten wir uns auch mit der Theorie und der Erforschung dieser himmlischen Erscheinung auseinandersetzen. Aus diesem Grund hatten wir einen Termin mit Esa Turunen vom Geophysikalischen Observatorium in Sodankylä vereinbart. Der Weg dorthin führte uns einmal mehr unter strahlend blauem arktischem Himmel durch die finnische Winter-Märchen-Landschaft. In Sodankylä angekommen, mussten wir zunächst das Institut finden, denn eine genaue Wegbeschreibung hatten wir nicht. Hier konnten wir aber auf unser Glück vertrauen, dass uns in Gestalt eines Institutsmitarbeiters über den Weg lief. Dr.Turunen erwartete uns schon und so konnten wir die Führung mit einem Blick auf ein Magnetometer vom Beginn des 20. Jahrhunderts in der Bibliothek des Instituts beginnen. Anschließend ging es zum Prunkstück der Aurora Forschung, einem heliumgekühlten Radarempfänger mit 32 Metern Durchmesser. Außerdem konnten wir noch eine Reihe von Radarantennen sehen. Natürlich tauschten wir mit Esa noch einige Erfahrungen auch in Sachen Internet aus, bevor er uns ein abschließendes Video mit herrlichen Bild und Tondokumenten zum Thema Polarlicht zeigte. Zum Abschluß unseres Besuchs in Sodankylä konnten wir auch noch das Meteorologische Institut besichtigen, dass sich vor allem mit der Erforschung der Ozonschicht befasst. Die Rückfahrt läutete abermals mit einem prächtigen Sonnenuntergang die nächste große Polarlichtnacht ein. An der Hütte angekommen, erwartete uns schon der traditionelle Polarlichtbogen über dem Nordhorizont. Dieser entwickelte sich im Laufe der Nacht ähnlich wie am 21.02., wobei diesmal noch mehr Strahlen aus dem Hauptband in Richtung Zenit schossen. In dieser Nacht wurden auch einmal Versuche unternommen, die Schnelligkeit der Veränderungen des Nordlichts fotografisch zu dokumentieren. Hierzu wurde ein ganzer Film in kontinuierlicher Folge belichtet. Das Ergebnis dokumentiert tatsächlich die gesehenen Veränderungen. Diesmal beendeten wir unsere Beobachtung gegen 01:30 Uhr, als wiederum nur noch ein schwacher Polarlichtbogen den Nordhorizont in sein grünes Kleid hüllte. Auch dieser Bogen ist erst in der Morgendämmerung vollständig verschwunden.
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